J. S. Bach - Präludium und Fuge c-moll BWV 546
Mit Präludium und Fuge c-Moll BWV 546 erklingt eines der machtvollsten Orgelwerke Johann Sebastian Bachs. Monumentale Akkordblöcke, dramatische Spannung und eine streng geführte Fuge verbinden architektonische Klarheit mit großer Expressivität. In Larry Tremskys Interpretation wird Bachs Musik als geistlicher Raum erfahrbar – konzentriert, kraftvoll und von innerer Ruhe getragen.
Präludium und Fuge c-moll BWV 546
Bei Bach’n’Breakfast verbindet sich die konzentrierte Begegnung mit Johann Sebastian Bachs Musik mit der besonderen Atmosphäre eines gemeinsamen Sonntagvormittags. Im Mittelpunkt dieses Konzerts steht eines der eindrucksvollsten Orgelwerke Bachs: das Präludium und die Fuge c-Moll BWV 546. Larry Tremsky, langjähriger Organist, Chorleiter und Kirchenmusiker in den USA und Gründer der Lviv Early Music Foundation, bringt dieses monumentale Werk in einem Programm zur Aufführung, das Bachs geistliche Klangwelt in ihrer ganzen architektonischen Kraft erfahrbar macht.
BWV 546 gehört zu den großen, reifen Orgelkompositionen Bachs. Schon das Präludium entfaltet eine fast symphonische Wucht: schwere Akkordblöcke, energische Gesten und eine dramatische Spannung, die den Raum unmittelbar erfüllt. Diese Musik wirkt nicht nur virtuos, sondern auch zutiefst gebaut – wie eine klingende Kathedrale, in der jeder Pfeiler, jeder Bogen und jede Linie eine innere Notwendigkeit besitzt. Die anschließende Fuge führt diese Spannung in eine andere Ordnung über: Aus einem prägnanten Thema entwickelt Bach ein dichtes Geflecht von Stimmen, das mit großer Strenge gearbeitet ist und zugleich eine beinahe überwältigende Expressivität entfaltet.
In Larry Tremskys Interpretation wird dieses Werk nicht als bloßes Schaustück der Orgelkunst verstanden, sondern als geistlicher Erfahrungsraum. Seine jahrzehntelange Arbeit in der anglikanischen Kathedraltradition, seine Erfahrung mit Chören und Liturgie sowie sein Interesse an historischen und östlichen Kirchenmusikkulturen geben seinem Bach-Spiel eine besondere Tiefe. So entsteht ein Zugang, der Klarheit, Klangbewusstsein und innere Sammlung miteinander verbindet.
Zu Bach’n’Breakfast gehört aber nicht nur die Musik. Vor dem Konzert lädt das vielklang zu einem reichhaltigen Frühstücksbuffet ein – mit Kaffee, Tee, Butterbrezeln, Hefezopf, Obst und weiteren Leckereien. Das gemeinsame Frühstück schafft Raum für Begegnung, Gespräch und ein entspanntes Ankommen. Danach öffnet Bachs Musik den Blick in eine andere Welt: kraftvoll, konzentriert und von zeitloser Schönheit.
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